Netzwerk Nanosilber

17.09.2014

Eine gute Verbindung: NanoSilber und Bakterienzellulose in Wundauflagen

Neue Forschungsergebnisse zeigen eine signifikant bessere Wundheilung bei Verwendung von nanosilberbeschichteten Bakterienzellulose-Gel-Membranen

 

Bakterienzellulose wurde bereits erfolgreich als Wundauflage bei Brandverletzungen, chronischen Wunden, als temporärer Hautersatz und zur feuchten Wundabdeckung nach Hauttransplantationen am Menschen eingesetzt. Die Zellulose eignet sich besonders zur Wundabdeckung, da das von Bakterien gebildete Netzwerk aus Zellulosefibrillen zu dünnen Schichten verarbeitet werden kann, die eine hohe Porosität, eine hohe Reinheit und eine bemerkenswerte Festigkeit besitzen. Nun zeigt eine Studie von Forschern der Universität für Wissenschaft und Technik, Peking, dass dem Material zusätzlich antibakterielle Eigenschaften verliehen werden können, indem man die Nanofasern der Bakterienzellulose mit nanopartikulärem Silber beschichtet.

Die Forscher haben das Material in vitro und in vivo an Rattenfibroblasten getestet. Die Ergebnisse zeigten, dass die silberbehandelten Nanofasern, kurz AgNP-BC, eine signifikante antibakterielle Aktivität gegen Staphylococcus aureus aufweisen. Die Ergebnisse zeigten darüber hinaus, dass die nanosilberbeschichtete Bakterienzellulose Entzündungen verringern kann und die Wundheilung von Verbrennungen und Verbrühungen verbessert.

 

Originalveröffentlichung:

Wu, J. et. al. (2014): Silver nanoparticle/bacterial cellulose gel membranes for antibacterial wound dressing: investigation in vitro and in vivo, BIOMEDICAL MATERIALS, 9, DOI: 10.1088/1748-6041/9/3/035005;

 http://iopscience.iop.org/1748-605X/9/3/035005/