Netzwerk Nanosilber

18.04.2013

Nanosilber aus Konsumprodukten landet kaum in Gewässern

Studie aus dem Programm "Chancen und Risiken von Nanomaterialien" gibt Entwarnung.

Probennahme in einer Kanalisation bei Glattstollen (ZH). copyright: Christoph Ort/Eawag.

Die Frage, was mit Nanosilber passiert, das aus Konsumgütern über den Siphon in die Kläranlage gerät, beschäftigte Forscher des Eawag in Dübendorf (CH).

In einer aktuellen Publikation können die Forscher Besorgnisse ausräumen. Es zeigt sich, dass Nanosilber bereits auf dem Weg in die Kläranlage nicht lange in seiner metallischen Form verbleibt, sondern rasch in ein Silbersulfidsalz umgewandelt wird. Die Salzkristalle, die so gebildet werden, sind viel schlechter löslich und damit nicht besorgniserregend, denn wichtige Bakterien im Klärschlamm werden vor allem von gelösten Ionen und nicht von den Salzkristallen abgetötet.

Mengenmäßig konnten die Forscher feststellen, dass 95% der Nanopartikel im Klärschlamm der Kläranlage zurückgehalten werden, was sehr erfreulich ist. Nur 5% des Silbers bleibt im geklärten Wasser zurück. Dieser Anteil könnte durch Einsatz guter Teilchenfilter weiter reduziert werden.

Mehr über das Forschungsprogramm erfahren Sie auf der Internetpräsenz des NFP 64.

Den wissenschaftlichen Artikel können Sie bei der Zeitschrift Water Research finden.