Netzwerk Nanosilber

31.10.2013

Nanosilber in porösen Keramiken für sauberes Trinkwasser

Die schlechte Wasserqualität in Entwicklungsländern führt häufig zu Durchfall-Erkrankungen.  Eine kostengünstige vor-Ort Wasseraufbereitung  ist ein drängendes Problem.

Eine neue Studie [1] hat gezeigt, dass Nanosilber-Keramiken effektiv Eschecheria Coli-Bakterien und Trübung aus dem Wasser entfernen. Die Keramiken können also künftig von großem Nutzen bei der Wasseraufbereitung sein. [2],[3]

Forscher der University of Virginia, USA, haben verschiedene Methoden der Herstellung der porösen Keramik und deren Filtereigenschaften, insbesondere die Freisetzung und den Transport von Silber-Nanopartikeln, untersucht. Ein Vorteil ist, dass die Keramikfilter aus den Materialien vor Ort aus Ton und Wasser hergestellt werden können. Ein Additiv aus brennbarem Material, wie Reis, Sägespäne oder Mehl, sorgt beim Brennen für die Porosität.

Das Nanosilber kann dann NACH dem Brennen in die poröse Keramik durch Eintauchen in eine wässrige Ag-NP-Lösung aufgebracht werden. Die zweite Möglichkeit  ist das Einbringen des Nanosilbers in den Sinterkörper VOR dem Brennvorgang. In der Studie  werden die Vor- und Nachteile beider Verfahren erörtert.

Hier geht es zur vollständigen Studie:

[1] Dianjun Ren and James A. Smith: Retention and Transport of Silver Nanoparticles in a Ceramic Porous Medium Used for Point-of-Use Water Treatment & Environ. Sci. Technol., 2013, 47 (8), pp 3825–3832, DOI: 10.1021/es4000752

[2] Kallman, E.; Oyanedel-Craver, V.; Smith, J. A.Ceramic filters impregnated with silver nanoparticles for point-of-use water treatment in rural Guatemala J. Environ. Eng. 2011,137 ( 6) 407– 415

[3] Oyanedel-Craver, V.; Smith, J. A.Sustainable colloidal-silver-impregnated ceramic filter for point-of-use water treatment Environ. Sci. Technol. 2008, 42 ( 3) 927– 933