Netzwerk Nanosilber

26.04.2016

Studie zu Praxistauglichkeit und Nutzen antimikrobieller Textilien in Pflegesituationen

Resultate des Forschungsprojektes

Nach erfolgreichem Abschluss des Forschungsprojekts (AiF Nr. 17832 N) veröffentlichen die Hohenstein Institute die Ergebnisse ihrer Studie.

Das Ziel dieses Forschungsvorhaben war es, die Praxistauglichkeit und den Nutzen antimikrobiell ausgerüsteter Textilien beim Einsatz in der Pflege unter praxisrelevanten Gesichtspunkten wissenschaftlich neutral zu bewerten. Dazu wurden neue Prüfmethoden entwickelt bei welchen Störgrößen, die in der Praxis relevant sind, in die Analyse von Wirksamkeiten mit einfließen. Ein repräsentativer Querschnitt aktuell auf dem Markt befindlicher antimikrobieller Textiltechnologien und Biozide wurde für die Auswahl der Testmuster berücksichtigt.

Es zeigten sich große Unterschiede in der Performance verschiedener Textilmuster. Mit einzelnen Testmustern wurden hohe Keimreduktionsraten in praxisnahen Laborprüfungen erreicht. Auch in Transferszenarien konnten z. T. geringere Keimübertragungen oder -verschleppungen im Vergleich zu unausgerüsteten Textilien erzielt werden.
Die Ergebnisse dieser Studie sind ein erster Ansatz, die komplexen Einfluss- und Störgrößen, welchen die Produkte im praktischen Gebrauch ausgesetzt sind, zu verstehen. Mit den entwickelten realitätsnahen praktischen Prüfmodellen stehen Methoden zur Verfügung, um die Wirksamkeit eines ausgerüsteten Textils in der Anwendung zu untersuchen. Daraus lassen sich Expositionsmengen für Pathogene ableiten und Infektionsrisiken berechnen. Diese geben Aufschluss darüber, in wie weit ein Beitrag zur Infektionsprävention durch die spezifische textile Ausrüstung geleistet werden kann.

Der Schlussbericht zum Forschungsvorhaben ist für die interessierte Öffentlichkeit in der Bundesrepublik Deutschland verfügbar und kann über die Forschungsstelle (Hohenstein Institut für Textilinnovation gGmbH) bezogen werden.

Zur Pressemeldung