Netzwerk Nanosilber

27.04.2012

Nano-Dialog mit der Bevölkerung

Diskussion von Verbraucheraspekten im Umgang mit Nanotechnologie

Ergebnisse des Nano-Dialogs zum Nachlesen.

Nanotechnologie mit den Verbrauchern zu diskuttieren, das was das Ziel des Ministeriums für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz in Baden-Württemberg als es den Nano-Dialog initiierte.

Experten aus verschiedenen Gebieten diskuttierten mit Verbrauchern und Interessierten unter anderem über die Fragen: Wie funktionieren Nanotechnologien? Welche positiven Effekte für Mensch und Umwelt ermöglichen sie wirklich? Und welche Risiken gibt es?

Der Kongress „Kleine Teilchen, große Fragen! Verbraucheraspekte im Umgang mit Nanotechnologien” am 1. Dezember 2011 war ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung.

Prof. Dr. Harald Krug von der Schweizerischen Material Prüfungs- und Forschungsanstalt (EMPA) referierte zum Thema Risiken von Nanotechnologien. Der Toxikologe ist erklärter "Nano-Fan" und begründete seine Einstellung mit den Ergebnissen seiner Forschung. Einer Risikobewertung steht, laut Krug, zunächst eine Analyse der Exposition voran. Diese beinhaltet die Frage ob, und wenn ja mit welchen Mengen Nanomaterialien mit Menschen oder der Umwelt in Kontakt kommen. Anschließend muss das Gefährungspotential des einzelnen Materials bewertet werden. Hier ist wichtig abzuschätzen ob, und wenn ja ab welchen Mengen, das Material negative Effekte für die Gesundheit oder die Umwelt auslöst. Viele Studien, die tatsächlich Effekte von Nanomaterialien zeigen und die Verbraucher beunruhigen, verwenden leider unrealistische Dosen, Expositionswege und Materialien, die in dieser Form real so gar nicht vorkommen. Daher ist es dem Toxikologen wichtig mit seinen Forscherteams Nanomaterialien möglichst anwendungsbezogen unter realen Bedingungen zu untersuchen. 

Dr. Jan Beringer von den Hohenstein Institut für Textilinnovation freute sich über den Austausch mit den Anwesenden und betonte, dass auch die Hersteller natürlich eine offene und ehrliche Kommunikation mit Konsumenten wichtig ist. Er sagt: "Für mich hat sich bestätigt, dass wenn man offen und ehrlich mit den Menschen redet, auch sehr schnell ein Konsens entsteht.“

Hier finden Sie den Bericht über den Kongress "Kleine Teilchen, große Fragen!.

Interessante, allgemeine Informationen finden sich auf dem Nanoportal Baden-Württemberg.