Netzwerk Nanosilber

21.02.2012

Nanosilber zur Entfernung von Quecksilber aus Abwasser

Neueste Veröffentlichung in der Zeitschrift "Angewandte Chemie"

Durchbrechen der Stöchiometriebarriere: Sobald der Durchmesser von Silberpartikeln unter eine kritische Größe von 32 nm gesenkt wird, steigt das Molverhältnis von wässrigem HgII zu Ag0 über das konventionelle Hg/Ag-Verhältnis von 1:2 drastisch an, bis hin zu einer Hyperstöchiometrie von 1.1:1.

Die Entfernung von Quecksilber aus Abwasser ist ein wichtiges Thema.

Im herkömlichen Fall bei reagieren in relativ ungünstigem Verhältnis (2:1) zwei Silberatome mit einem Quecksilberion aus dem Abwasser, dabei entstehen 2 Silberionen und ein neutrales Quecksilberatom, das vom metallischen Silber aufgenommen wird.


Dass dieses Verhältnis verbessert werden kann, zeigte ein Forscherteam bestehend aus britischen, kasachischen, französischen und japanischen Wissenschaftlern in ihrer aktuellen Publikation im renommierten Fachjournal "Angewandte Chemie". Durch Verwendung von Silbernanopartikeln mit Durchmessern kleiner als 32nm kann das Verhältnis von Silber zu Quecksilber auf 1:1,1 -1:1,7 verbessert werden. Zum genauen, komplexeren Reaktionsablauf finden sich im Fachartikel weitere Erkenntnisse. 

Der hier beobachtete "hyperstöchiometrische Effekt" verspricht neue Ansätze für die Reinigung von Abwässern sowie der Katalyse.

Eine englische Zusammenfassung des Fachartikels, sowie die kostenpflichtige Volltextversion finden sie hier.