Netzwerk Nanosilber

29.08.2013

Neue EU Biozid-Verordnung tritt zum 1. September 2013 in Kraft

Zahlreiche Gebrauchsgegenstände werden durch die Behandlung mit sogenannten Bioziden haltbarer gemacht oder mit besonderen Funktionen versehen. Der Einsatz solcher Biozide verhindert das Wachstum von Bakterien, Pilzen, Algen oder Viren oder bekämpft Insekten.

Die bisher gültige Richtlinie 98/8/EG (Biozid-RL) wird im September durch die Verordnung 528/2012/EG (Biozid-VO) abgelöst.

Neuerungen sind u.a.

  • die Begriffsbestimmung "biozidbehandelter Waren",
  • die Verwendungsregeln für biozidbehandelte Waren,
  • Kennzeichnungsauflagen,
  • Informationspflicht des Handels,
  • Überwachungs- und Beweispflicht der Behörden.

Nach der bisherigen Regelung sind mit Biozid-Produkten behandelte Waren im Verkehr, die teilweise noch nicht behördlich geprüft wurden. Dies wird mit Übergangsregelungen nun geändert.

Zulassungsbedürftige Biozid-Produkte sind beispielsweise Zahnbürsten, Schnuller oder WC-Sitze, die mit Biozid-Wirkstoffen wie z.B. Silber-Nanopartikeln oder Triclosan ausgerüstet werden, um zu verhindern, dass Mikroorganismen auf ihrer Oberfläche wachsen.

Europaweit besitzt derzeit nur der Hersteller ras materials den für die Risikobewertung und die Zulassung von Nanosilber notwendigen vollständigen, nanospezifischen Datensatz.

Ausführlichere Informationen zur neuen Richtlinie finden sich in der Broschüre des Pestizid-Aktions-Netzes.

Die vollständige Biozidrichtlinie 528/2012/EG (Biozid-VO) ist in der 123 Seiten starken deutschen Fassung ist hier einsehbar.