Netzwerk Nanosilber

16.05.2014

Neue Methode zur Messung der Nanopartikel-Zell-Exposition

Forscher der Harvard School of Public Health (HSPH) haben eine schnelle, einfache und kostengünstige Methode zur Messung der effektiven Dichte an synthetischen Nanopartikeln in physiologischen Flüssigkeiten entwickelt. Mit Hilfe dieser Methode wird  die Zellexposition der Nanopartikel, also die Anzahl der Nanopartikel die in den direkten Kontakt mit Zellen und Geweben treten, gemessen. Damit könnte das „zelluläre Screeningsystem“  einen großen Einfluss auf die Risikobewertung  bekommen.

Die Methode, die als Volumenzentrifugationstest (Volumetric Centrifugation Method , VCM) bezeichnet wird, ist am 28.März 2014 im Journal „nature communications“ veröffentlicht worden [1].

Neben der Abschätzung der in-vitro-Zelltoxizität könnte die Messung der Nanopartikeldichte auch bei der Entwicklung effektiver Wirkstoffabgabesysteme für die Nanomedizin helfen, denn die Frage, in welcher Dosis die Nanoexposition eine Wirkung zeigt, ist auch für nano-basierte Medikamente relevant. Durch die Bestimmung der effektiven Dosis für eine bestimmte zelluläre Reaktion kann das verabreichte Nanomedikament besser verabreicht werden.    

 

Weitere Informationen:

Informationsportal "nanowerk"

 

Originalpublikation:

Artikel auf der Webseite des Journals Nature

[1] Glen deLoid et. al. (2014): Estimating the effective density of engineered nanomaterials for in vitro dosimetry, Nature Communications, 5, 3514, doi:10.1038/ncomms4514